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Onlinebewerbungen richtig gemacht

 

Onlinebewerbungen haben mittlerweile einen größeren Stellenwert bei Bewerbungen als die E-Mail-Bewerbung oder die klassische Bewerbungsmappe. Die Vorteile liegen auf der Hand. Im heutigen Online-Zeitalter haben Sie hier die optimale Möglichkeit, sich kostengünstig auf passende Stellenausschreibungen zu bewerben. Die Suche nach dem Ansprechpartner sowie der richtigen Firmenanschrift, das Porto, Kosten für Bewerbungsmappen und für Kopien entfallen.

Was ist anders bei Onlinebewerbungen? Was habe ich hier zu beachten, um Erfolg zu haben?
Diese Frage stellte sich auch eine wissenschaftliche Mitarbeiterin eines Lehrstuhls an der Uni, als sie zur Bewerbungsberatung kam. In ein paar Monaten will sie ihre Doktorarbeit fertiggestellt haben und dann bei einem größeren Unternehmen in leitender Position tätig werden. Bereits jetzt bewirbt sie sich.

Tatsache ist, dass vermehrt kleine bis größere Firmen und alle großen Unternehmen Online-Bewerbungs-Formulare auf ihren Firmenhomepages platzieren.

Frage: Wie soll ich mich hier verhalten? Einfach nur ausfüllen und ab die Post (Button Submit)?
Mit dieser Vorgehensweise können Sie sicher sein, nur geringen Erfolg bei Ihren Bewerbungsbemühungen zu haben.

 

Wie soll ich mich bei einer Onlinebewerbung verhalten?

Eine Online-Bewerbung muss genauso gründlich vorbereitet werden wie eine Papierbewerbung. Auch bei der klassischen Bewerbungsmappe sollten Sie Ihr Anschreiben und Ihren Lebenslauf mit Keywörtern versehen, da auch diese Bewerbungsunterlagen, sobald ein Unternehmen über eine Bewerbungsplattform verfügt, eingescannt oder die Daten einer E-Mail-Bewerbung in das vorhandene System eingepflegt werden. Das heißt:  Punkten Sie mit Keywörtern. Sie haben richtig gelesen: Firmen suchen mit Keywort-Robotern (spezielle Software) nach passenden Bewerbern in ihren Bewerberdatenbanken. Die Bewerberdaten werden mit Ihrer Zustimmung bis zu 12 Monaten gespeichert, um so mittels Stichworteingaben bei freiwerdenden Stellen nach passenden Bewerbern aus dem Bewerberpool zu suchen.

Keywörter haben Sie reichlich beim Ausfüllen des Online-Bewerbungs-Formulars zu verwenden. Vor allem bei knapp ausformulierten Freitexten können Sie diese umfassend einsetzen. Besonders im technischen Bereich sollten Sie mit unterschiedlichen Schreibweisen arbeiten wie: LDC-TV 32 Zoll, sowie auch LCD TV 32“, DIN-A-4 sowie DIN-A4 oder 20 Volt sowie 20V etc. Sonst werden Sie evtl. nie vom Suchroboter entdeckt.

Lassen Sie Fakten sprechen. Nennen Sie: Schul-, Berufs-, und Studiumsabschlüsse, fachliche Qualifikationen, Zusatzqualifikationen, Sprachen, EDV-Kenntnisse, besondere berufliche Leistungen, Mitgliedschaften, Ehrenämter etc. Hinterlegen Sie die Aussagen mit Fakten und Zahlen.

 

Wie suchen Firmen nach passenden Bewerbern?  

Große Unternehmen, wie z.B. Die Deutsche Bahn, VW etc. haben tausende Bewerbungseingänge pro Jahr, wobei bis zu 80 Prozent über das Internet laufen. Das Handling bei der Bewerberauswahl wird über Onlinedatenbanken der Firmen automatisiert. Nur so sind die Bewerberfluten zu bewältigen. Der gesamte Workflow vom Bewerbungseingang bis zur Zu- oder Absage wird so in vorgegebene Bahnen gelenkt und bearbeitet. Die Bewerberauswahl findet zuallererst über die Eingabe von Keywörtern statt.

Sie werden jetzt einwenden: Beim Ausfüllen der starren Datenfelder kommt meine Persönlichkeit nicht mehr zum Ausdruck.

Richtig: Aber bei gut aufgebauten, z.B. https://karriere.volkswagen.de Online-Formularen (das Gegenteil gibt es auch) können Sie immer noch Ihr ausgefeiltes Anschreiben und Ihren aussagekräftigen Lebenslauf anhängen mit einem vom Datenumfang her reduzierten Foto (nicht zu extrem reduzieren, sie wollen ja noch gut rüberkommen) sowie mit den wichtigsten Zeugnissen. Das Anschreiben, natürlich mit Keywörtern, können Sie im Freifeldtext (Ihre Motivation zur Bewerbung oder ähnlich betitelt) reinkopieren oder auch zusätzlich im Bewerberpaket als pdf noch mit anhängen.

 

Wie gehe ich beim Ausfüllen des Onlineformulars vor?

Schauen Sie sich die Inhalte des Formulars vor dem endgültigen Ausfüllen genau an. D.h., um auf eine neue Seite zu kommen, setzen Sie zuerst Dummybegriffe und –namen ein. Von jeder Seite, die ausgefüllt wurde, erstellen Sie einen Screenshot (Print-Taste der Tastatur, dann in Word-Dokument einsetzen per Copy + C und speichern). Drucken Sie die Seiten aus und überlegen Sie sich genau, was Sie reinsetzen werden. Zugleich haben Sie Ihr fertiges Anschreiben (auch hier mit passenden Keywörtern versehen) Ihren tabellarischen Lebenslauf, freundliches Bewerbungsfoto von gutem Fotografen, die letzten drei Arbeitszeugnisse, höchstwertigen Schulabschluss sowie Diplom / Vordiplom als gescannte Dokumente parat. Diese Dokumente können Sie meist zusammengefasst zu einem pdf-Dokument, in einem sog. Bewerbungspaket, anhängen.

Ebenfalls kann nach Gehaltserwartungen (www.Gehaltsvergleich.com, www.Gehalt.de oder geben Sie im Internet als Suchbegriff z.B.„Gehälter Ingenieure“ ein) sowie nach Kündigungszeiten (im Arbeitsvertrag nachsehen) gefragt werden.

Überlegen Sie sich in Ruhe, was Sie eingeben und lassen Sie sich Zeit hierfür. Machen Sie auch zwischendurch eine Pause, um dann wieder mit Überlegung und genauen Formulierungen keine Punkte zu verschenken. Erst dann, wenn alles endgültig steht, füllen Sie das Formular aus (auf Tipp- und Rechtschreibfehler achten) und senden es wohlüberlegt ab.

 

Zu guter Letzt

Ein Punkt ist noch zu beachten: Halten Sie sich beim Ausfüllen des Formulars sowie an den Datenumfang der Dokumente (alle Anhänge meist nicht größer als 5 Megabyte) genau an die Vorgaben des Unternehmens (immer sind pdf-Dokumente gewünscht). Nichterfüllung der Vorgaben kann ein K.O.-Kriterium sein. Personaler wollen nicht lange warten, bis sich ein Dokument öffnet - Sie werden dann rasch weggeklickt – und das war es dann auch schon.

Wenn Sie wissen, dass Sie ca. 100 % des Bewerberprofils abdecken und keine Nachricht vom Unternehmen erhalten, rufen Sie an und fragen nach, ob Ihre Bewerbung eingegangen ist. Auch im Unternehmen können Eingabefehler gemacht werden.

Noch zu guter Letzt: Wählen Sie eine seriöse E-Mail-Adresse (die immer angegeben werden muss). Nicht: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots gesch├╝tzt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, sondern Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots gesch├╝tzt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Mitbewohner informieren, falls man von der Personalabteilung eines Unternehmens angerufen wird: Dass man Anrufe erwartet und hier: Name Ansprechpartner, Unternehmen sowie Telefonnummer für Rückrufe notiert werden müssen. Nicht dass es dann auf Rückfrage heißt: Da hat irgendjemand angerufen.Auch der Text auf dem Anrufbeantworter sollte seriös sein. Nicht: Bin nicht gut drauf … oder wie schon gehört: Haloha ….

Bewerben ist Schwerstarbeit, die sich aber, wenn sie ernst genommen wird, stets lohnt.